PCPrima: Vorsicht vor neuen Facebook-Fallen

Posted on Dezember 30, 2010

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Experten warnen vor neuen Gefahren, die von Facebook ausgehen. Ein neuer Fall von „Likejacking“ – also einer ‚Gefällt mir‘-Entführung – nutzt die große Beliebtheit des Teenie-Idols Justin Bieber. Außerdem geht eine gefälschte Nachricht um, die Facebook-Nutzern einen kostenlosen Download anbietet, der den Computer sicherer machen soll, in Wirklichkeit jedoch zum Download von Malware führt.

Die neue Likejacking-Masche wurde von Sophos entdeckt, berichtet CRN. Der Nutzer erhält hierbei eine angeblich von einem Freund stammende Nachricht, die auf eine verrückte Aktion eines Justin Bieber-Fans zu verweisen scheint: „I can’t believe a GIRL did this because of Justin Bieber“ (Ich kann nicht glauben, dass ein Mädchen dies wegen Justin Bieber gemacht hat). Zu der Nachricht gehört ein Link zu der YouTube Nachahmer-Website FouTube.

Beim Klick auf den Gefällt mir-Button landet der Nutzer allerdings zunächst bei einer Umfrage und wird außerdem dazu verleitet, einen neuen und enorm überteuerten Handy-Dienst für SMS zu abonnieren. Nutzern wird also geraten, den Gefällt mir-Button in diesem Fall zu ignorieren. Wer bereits geklickt hat, sollte die Statusmeldung von seiner Wand entfernen, damit andere nicht ebenfalls auf den betrügerischen Button hereinfallen.

Zudem geht ein weiterer Scam um, der laut Merianne Polintan von Trend Micro zum Download von Malware führen kann. Hierbei erhält der Nutzer eine gefälschte Nachricht von einem Facebook-Freund, in der behauptet wird, dass von der IP-Adresse des Nutzers aus Spam versendet wird. Gleichzeitig wird dem Nutzer der kostenlose Download der Software FB IPsecure angeboten, die das angebliche Problem beheben soll. Tatsächlich führt das Anklicken des Links zum Download eines Zeus Trojaners.

Experten empfehlen generell Vorsicht bei unbekannten oder verdächtigen Links. Besonders wenn eine Benachrichtigung, wie in diesem Fall, Grammatik- oder Rechtschreib-Fehler enthält, sollte dies als Warnsignal angesehen werden, sagt Polito. Am besten ist es, solche Nachrichten sofort zu löschen.

In beiden Fällen handelt es sich um Scams, die in ähnlicher Form schon öfter bei Facebook vorgekommen sind. Tatsächlich führen inzwischen einer Analyse von Bitdefender zufolge rund 20 Prozent der Links bei Facebook zu Malware. In vielen Fällen führt der Klick des Nutzers dazu, dass „sein Konto übernommen und automatisch Nachrichten an seine Freunde verschickt“ werden, berichtet ZDNet.

Bei rund 60 Prozent der Angriffe handelt es sich um Benachrichtigungen von Drittanbietern von Apps, wovon wiederum gut 20 Prozent Anwendungen sind, die angeblich Funktionen ausführen, die Facebook verbietet, zum Beispiel herauszufinden, wer das Profil des Nutzers eingesehen hat.

Facebook hat mittlerweile rund 500 Millionen Nutzer weltweit und ist in den USA zur meistbesuchten Website avanciert. Die Verlockung für Cyberkriminelle ist dementsprechend groß.

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