PC Prima: Die besten Browser im Vergleich

Posted on Dezember 29, 2010

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Wer im Internet unterwegs ist, hat mittlerweile die Qual der Wahl, wenn es um die Auswahl des richtigen Werkzeugs geht. Vorbei sind die Zeiten, in denen ein einizger Browser die Überzahl der Surfer auf sich vereinen und damit einen Quasi-Standard errichten konnte. Und obwohl der Markt seit einigen Jahren schon ernstzunehmende Konkurrenten hervorbringt, tritt der Browserkampf dieser Tage in eine neue, entscheidende Phase: Dank der Einführung moderner Protokolle wie HTML5 und der stetig steigenden Internetgeschwindigkeit bieten die Kontrahenten mehr Möglichkeiten als je zuvor. Dabei unterscheiden sie sich teilweise deutlich in der Ausführung, sodass es sich durchaus lohnt, einen genauen Blick auf das angebot zu werfen.

Erster Stopp: Der Internet Explorer 9 aus dem Hause Microsoft. Lange Zeit als proprietärer Moloch verschrien, beweist Microsoft, dass es die Zeichen der Zeit verstanden hat. In diesem Release setzen die Programmierer aus Redmond voll auf Geschwindigkeit: Endlich erhält der Browser eine moderne Engine, die Komponente, die für das Einlesen und Umwandeln des Webseiten-Codes verantwortlich ist. Auch die Bedienung und die Oberfläche sind stark verbessert: Microsoft schafft es, Standardfeatures der Konkurrenten sinnvoll in die neue Version zu integrieren, wie zum Beispiel die Zusammenführung der Such- und Adressfunktion. Zusätzlich unterstützt der Browser endlich einen Großteil der mittlerweile verbreiteten Webstandards, eine willkommene Erleichterung für alle, die sich schon mit früheren Versionen des Browsers herumgeschlagen haben. Der neue Browser, momentan noch in der Beta-Phase, bringt Microsoft in der Aufholjagd ein gutes Stück voran, bietet aber nur wenig Innovatives. Kostenlose Downloads der Beta-Software sind über die Microsoft-Website verfügbar.

Wenn man von einem Erzrivalen für Microsoft’s Hausbrowser sprechen kann, dann hat diesen Titel mit Sicherheit der Firefox-Browser von der Mozilla Foundation verdient. Firefox verteidigt in der aktuellen Beta-Version 4 seinen Ruf als sicherer und flexibler Browser. Traditionell stark im Kampf gegen Viren und Trojaner, bietet die neue Version einen nochmals verbesserten Schutz gegen Spyware und andere bösartige Software. Die Internetgeschwindigkeit, bei der Firefox mit den letzten Versionen teilweise deutlich ins Hintertreffen geriet, wird ebenfalls verbessert. Estmals bezieht der Open Source-Browser die Rechenleistung der Grafikkarte bei der Darstellung von Webseiten ein. Einzelne Extensions, kostenlose Downloads, die die Funktion des Browsers erweitern, können jetzt über mehrere Computer hinweg synchronisiert werden. Somit wird komfortables und vor allem ortsunabhängiges Browsen zum Kinderspiel. Leider läßt die aktuelle Beta-Version nach wie vor etwas mehr Übersichtlichkeit vermissen, die Bedienung des Browsers ist häufig komplizierter, als sie sein müsste.

Ein Fehler, den Google mit seinem Browser Chrome von Anfang an zu vermeiden versuchte. Erst vor gut zwei Jahren schickte der Suchmaschinengigant seinen eigenen Browser ins Rennen. Das er mittlerweile den altgedienten Internet Explorer zumindest in Sachen Versionsnummer eingeholt hat, spricht Bände. Die Version 9 liegt, wie die Browser der Konkurrenten, aktuell als Beta-Version vor. Nach wie vor ist Chrome die ungeschlagene Nummer eins in Sachen Internetgeschwindigkeit, und das obwohl die hardwaregestützte Darstellung von Webseiten in der Beta noch nicht voll integriert ist. Auch in Sachen Bedienkomfort setzt der Browser neue Standards durch die Integration der neuen Google Instant Search direkt in die Suchleiste. Zudem setzt sich der Browser mit seinen „Soft Features“ wie dem eigenen Webstore für internetbasierte Programme von der Konkurrenz ab. Google schafft es, seinen schnellen, eleganten Browser erneut zu verbessern, allerdings bleibt der zentrale Kritikpunkt bestehen: Die Datensicherheit im Internet bietet Grund zur Sorge. Zwar bietet der Browser exzellenten Schutz vor Malware und und Viren, aber er funkt nutzerbasierte Daten unentwegt in die Konzernzentrale in Mountain View. Wer ohnehin einen der zahlreichen Google-Services wie Gmail oder Google Docs verwendet, macht sich damit noch mehr zum gläsernen Kunden.

Der Wettkampf zwischen den drei Großen bleibt also spannend. Jeder Browser bietet Vor- und Nachteile, letztlich entscheidet der Nutzer, welche Kompromisse er eingehen will. Ein willkommenes Zeichen der Zeit ist jedoch, dass ausnahmslos alle neuen Browser auf die Schnelligkeit des Computers setzen, um das Surferlebnis für  den Benutzer zu verbessern. Im Zusammenhang mit neuen Webtechnologien bieten diese Leistungsoptimierungen viel Potenzial für eine spannende Zukunft.

www.pcprima.de

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