PCPrima: Anonymes Surfen im Internet dank Tor-Router

Posted on Dezember 28, 2010

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Das Thema Datenschutz im Internet bewegt viele Bürgerinnen und Bürger der Netzgemeinde. Dabei erregt nicht nur die Frage nach der Veröffentlichung privater Daten auf sozialen Netzwerken und anderen Webseiten die Gemüter: Zusehends fürchten Anwender generell um ihre Anonymität, wenn sie im Internet unterwegs sind. Grund ist die so genannte Vorratsdatenspeicherung. In vielen Ländern ist die langfristige Speicherung von Verbindungsdaten bereits Realität, in Deutschland hingegen kommt es noch zu bitteren Auseinandersetzungen zwischen Justiz- und Innenministerium.

Die Vorratsdatenspeicherung würde es theoretisch erlauben, das individuelle Nutzungsverhalten jedes einzelnen Internetnutzers detailliert nachzuvollziehen. Die Internetanbieter wären verpflichtet, genaue Aufzeichnungen über jeden Webseitenbesuch zu speichern und auf Anfrage zum Zweck der Strafverfolgung zur Verfügung zu stellen. Datenschützer argumentieren, dass diese Form von Überwachung einen gravierenden Einschnitt in die Privatsphäre der Nutzer bedeutet: Theoretisch ließen sich die von den Internetanbietern gewonnenen Datensätze nämlich auch systematisch nach Übeltätern durchsuchen. Wer also Musik oder Filme aus dem Netz lädt oder Webseiten besucht, die im jeweiligen Land als illegal betrachtet werden, könnte sich mittels der Vorratsdatenspeicherung ungewollt zu erkennen geben.

Diese Erwägung spielt allerdings nicht nur im Zusammenhang mit illegalen Aktivitäten im Internet eine Rolle. Viele Nichtregierungsorganisationen, Journalisten oder politische Aktivisten sind darauf angewiesen, sich im Netz unerkannt bewegen zu können, da ihnen sonst Repressionen drohen würden. Für diese Personengruppen sowie alle, die aus Prinzip der Speicherung persönlicher Verbindungsdaten skeptisch gegenüberstehen, gibt es seit längerer Zeit eine Lösung für dieses Problem: Tor.

Hierbei handelt es sich um ein Netzwerk verschiedenster Rechner, die auf dem gesamten Planeten verteilt sind. Fordert ein Tor-Benutzer eine Webseite an oder sendet eine E-Mail, wird die Verbindung durch eine zufällig generierte Verbindung zwischen diesen Rechnern hergestellt. Da über jede Verbindung nur einige Fragmente der angefragten Datenpakete gesendet werden, ist es so unmöglich, die ursprüngliche IP-Adresse und damit die Identität des Nutzers in Erfahrung zu bringen.

Der große Nachteil dieser Lösung: Bisher musste Tor auf jedem Rechner einzeln aufwendig installiert und eingerichtet werden. Häufig installieren Anwender dabei überflüssige Dateien auf ihren Rechnern, was die Schnelligkeit des Computers negativ beeinflussen kann. Aber nicht nur die Schnelligkeit des PCs leidet: Da die Rechner des Tor-Netzwerkes von freiwilligen Helfern zur Verfügung gestellt werden, kommt es häufig zu Engpässen bei der zur Verfügung stehenden Bandbreite. Die Folge: Die Internetgeschwindigkeit nimmt rapide ab.

Aber diese Probleme könnten schon bald der Vergangenheit angehören: Die Non Profit-Organisation, die hinter dem Tor-Netzwerk steht, hat einen kostengünstigen Wireless-Router entwickelt, der bereits alle Voraussetzungen für den Zugang zum Tor-Netzwerk vorkonfiguriert hat. Das bedeutet, dass sich die nervenaufreibende Installation der Software und der damit einhergehende Datenmüll auf dem PC prima und bequem umgehen lassen. Hinzu kommt, dass alle Rechner, die mit dem Tor-Router verbunden sind, automatisch auf das sichere Netzwerk zugreifen können. Registrierungsfehler und langsame Computer wären somit ein Teil der Vergangenheit.

Das sind gute Nachrichten für Anwender, die sich sicher und anonym im Internet bewegen wollen. Allerdings gilt zu beachten, dass das Tor-Netzwerk allein kein Freifahrtschein für’s sichere Surfen ist. Denn obwohl die Verbindungsdaten anonymisiert sind, bietet Tor keinen Schutz vor Viren, Spyware und anderer bösartiger Software aus dem Netz. Der Anwender muss sich also nach wie vor in acht nehmen, wenn es um kostenlose Downloads etwa auf Musik- und Filmportalen geht: Ohne eine gut funktionierende Überwachungssoftware ist die Gefahr, sich einen Virus oder Trojaner einzufangen, groß.

Glücklicherweise muss das sichere Surfen im Netz aber nicht teuer sein: Der Tor-Router soll zum Selbstkostenpreis vertrieben werden, und in Sachen Datensicherheit gibt es Anbieter im Internet, die helfen, Malware zu erkennen und zu beseitigen. PCPrima.de beispielsweise bietet kostenlose Scans zur Leistungsoptimierung, Beseitigung überflüssiger Dateien und Erkennung von Viren und Trojanern. Diese Tools stellen eine optimale Ergänzung zum sicheren Surfen über das Tor-Netzwerk dar. Im Gegensatz zu den Produkten von PCPrima ist der Tor-Router allerdings noch nicht für die Allgemeinheit verfügbar: Momentan testet das Team rund um die Entwickler der Tor-Plattform noch Prototypen der speziell ausgestatteten Router. Bis die Router verfügbar sind, bleibt sicherheitsbewussten Surfern nur der Umweg über die Tor-Software.

www.pcprima.de

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