Tip von PCPrima: Die virtuelle Festplatte

Posted on Dezember 23, 2010

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Festplattenspeicher hat in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung erfahren. Die Speichermedien werden immer schneller, leistungsfähiger und ein Speicherplatz von 1 Terrabyte ist keine Seltenheit mehr und für jeden Anwender erschwinglich. Daher ist es nicht verwunderlich, dass neben USB-Sticks, DVDs oder Blu-ray Discs auch externe Festplatten immer beliebter werden um große Datenmengen mobil zu transportieren. Doch neben diesen Hardware-Lösungen gibt es auch andere Optionen überall auf der Welt über das Internet Zugriff auf seine hinterlegten Daten zu erlangen, selbst wenn man über keinen eigenen Server verfügt.

Zahlreiche Anbieter bieten über das Cloud-Computing virtuellen Festplattenspeicher an und das oftmals zum Nulltarif. Zumindest begrenzte Datenmengen lassen sich auf diese Weise kostenfrei auf die Server der Anbieter laden und garantieren dem Nutzer somit Zugriff von überall her. Diese Lösung ist besonders hilfreich für Anwender, die über Smartphones Zugriff auf eine Vielzahl von Dateien haben wollen und diese plattformübergreifend speichern müssen.

Doch auch für den privaten Benutzer ist es lohnenswert, einige seiner Daten virtuell auszulagern. Eine leerere, schnellere Festplatte wirkt sich positiv auf die Leistung des Computers aus. Beinahe jeder Freemail-Anbieter bietet als Zusatz zum E-Mail-Postfach kostenfreien Speicherplatz an. Dort abgelegte Dokumente können also von überall abgerufen werden, von wo man Zugang zu seinen Emails hat. So lassen sich bereits im Urlaub Fotos schnell und einfach hochladen und sichern, so dass wieder wertvoller Platz auf der Speicherkarte verfügbar ist. Oder man verschafft sich schnellen Zugriff auf seine Lieblingslieder die online abgelegt sind. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt aber man sollte beachten, dass es auch Gefahren für die Online-Festplatte gibt.

Da Datenschutz im Internet immer Vorrang haben sollte, ist schon beim Hochladen darauf zu achten, welche Daten man dort lagert. Fotos, Filme oder Musikdateien sind so zu sichern, dass niemand unbefugt Zugang dazu erhält und diese weiter verbreiten kann. Spezielle Verschlüsselungssoftware bietet sich an, die Daten nahezu perfekt zu schützen. Egal wie sicher der Schutz auch scheint, auf gar keinen Fall sollten private oder geschäftliche Dokumente, sowie Bankdaten und Passwörter online gespeichert werden. Nahezu überflüssige Dateien, auf die gar nicht oder nur selten zugegriffen wird, eigenen sich hingegen optimal zur Auslagerung.

Einziges Manko ist die aktuelle Upload-Geschwindigkeit gewöhnlicher Internetanbieter. Die Internetgeschwindigkeit im privaten Haushalt ist häufig nicht auf das Hochladen großer Datenmengen ausgelegt, so dass es einige Zeit in Anspruch nehmen kann bis sämtliche Dateien im Internet gespeichert sind. Wenn man aber etwas Geduld aufbringt, kann man anschließend von der neuen Schnelligkeit des Computers profitieren.

Cloud-Computing ist eine optimale und globale Möglichkeit, größere Datenmengen virtuell zu sichern und räumlich unbegrenzt darauf zuzugreifen. Dennoch ersetzt es nicht die bisherige, regelmäßige Datensicherung. Backups auf externen Datenträgern bleiben die sicherste Möglichkeit Daten nachhaltig zu schützen. Virtuelle Festplatten sind vielmehr als Ergänzung zu betrachten, die eine neue Möglichkeit der Datenspeicherung darstellen.

www.pcprima.de

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