Windows Start blockiert? Lesen Sie hier Teil 2 der Lösung….

Posted on Dezember 13, 2010

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Startet Ihr Windows seit einiger Zeit unerträglich langsam? Meist bringt es wenig, dann einen Tuning-Tipp nach dem anderen auszuprobieren. Suchen Sie nach der Ursache, und beheben Sie das Problem gezielt.

Protokoll eingrenzen: Protokoll eingrenzen Das Protokoll ist meist mehrere 100 MB groß und enthält jeden Zugriff auf Dateien und die Windows-Registrierungsdatenbank sowie jede Prozess-Aktivität. Um aus dieser Datenmasse Verzögerungen durch einzelne Treiber herauszusieben, nutzen Sie die Filterfunktionen von Process Monitor. Dazu drücken Sie bei gehaltener Strg-Taste die Taste L. Markieren Sie dann die Zeile „Process Name is System Exclude“ und klicken auf „Remove“. Dann wählen Sie in den Ausklappfeldern ganz oben im Fenster die Einträge „Process Name“, „is“, „System“ und „Include“ und klicken auf „Add“. Dadurch werden ausschließlich die Aktivitäten des Systemprozesses angezeigt, der die Treiber lädt. Schränken Sie die Liste danach weiter ein, indem Sie nur Zugriffe auf Dateien mit der Endung SYS anzeigen lassen, typischerweise Treiber. Dazu wählen Sie in den Aufklappfeldern „Path“, „ends with“, „.sys“, „Include“ und klicken auf „Add“. Ein Klick auf „OK“ aktualisiert die Anzeige.

Problem-Treiber finden: Problem-Treiber findenDas gefilterte Protokoll enthält jetzt noch immer ein paar tausend Zeilen, die Sie überfliegen müssen. Die wichtigste Spalte ist dabei „Time of Day“. Sie informiert darüber, zu welcher Uhrzeit welcher Treiber geladen wurde. Sollten zwischen zwei aufeinanderfolgenden Einträgen mehr als 10 Sekunden vergangen sein, handelt es sich beim ersten Eintrag vermutlich um den Verursacher des Problems. Lesen Sie dann aus der Spalte „Path“ den Dateinamen des Treibers ab, und ermitteln Sie mit einer Internet-Suchmaschine, um welches Gerät es sich handelt.

Problem-Treiber erneuern: Problem-Treiber erneuernWenn das Gerät zu dem ermittelten Treiber noch in Ihrem Computer eingebaut ist, gehen Sie zunächst auf die Internetseite des Herstellers. Laden Sie von dort den neuesten Treiber für das Gerät und Ihre Windows-Version herunter. Alternativ können Sie das auch über die Internetseite treiber.de erledigen. Danach halten Sie die Windows-Taste und drücken die Taste Pause. Im daraufhin erscheinenden „System“-Fenster wählen Sie „(Hardware), Geräte-Manager“. Dort klappen Sie die Rubrik für die Gerätegattung des Treibers auf. Klicken Sie den Eintrag des Geräts mit der rechten Maustaste an, und Sie wählen im dann erscheinenden Menü „Treiber(software) aktualisieren“. Beachten Sie anschließend die Hinweise des Installationsprogramms.

Setzen Sie in Autoruns zunächst jeweils einen Haken bei „Hide Windows Entries“ und bei „Verify Code Signatures“, um Einträge auszublenden, die Windows selbst benötigt.

Jeden Autostart finden: Das beste Programm, um Autostarts aufzuspüren, ist das englischsprachige Autoruns. Nachdem Sie es aufgerufen haben, sehen Sie auf der Registerkarte „Everything“ alles, was beim Windows-Start automatisch aufgerufen wird. Die Liste ist ziemlich unübersichtlich, da hier Einträge aus allen möglichen Bereichen zusammenfließen. Für jeden Autostart-Bereich gibt es aber auch eine eigene Registerkarte, zum Beispiel für gängige Programm-Autostarts („Logon“ und „Sidebar Gadgets“), Dienste („Services“), Treiber („Driver“), Multimedia-Codecs („Codecs“) und einige mehr. Wenn bei Ihrer Analyse in Tipp 1 herausgekommen ist, dass Fremdanbieter-Dienste das Problem verursachen könnten (Schritt 3), dann öffnen Sie hier am besten gleich die Registerkarte „Services“.

Autostart ausmisten: Bevor Sie auf der Hauptregisterkarte „Everything“ oder in Unterbereichen etwas deaktivieren, sollten Sie die Liste etwas verkürzen. Blenden Sie dazu alle Einträge der Programme aus, die Windows selbst benötigt: Wählen Sie „Options“, und setzen Sie Haken vor den Punkten „Verify Code Signatures“ und „Hide Windows Entries“. Alternativ können Sie alle Microsoft- und Windows-Einträge ausblenden, indem Sie einen Haken vor „Hide Microsoft and Windows Entries“ setzen. Entfernen Sie den Haken vor „Include Empty Locations“, um leere Autostart-Bereiche auszublenden. Danach können Sie die Haken vor überflüssigen Einträgen entfernen. Anschließend starten Sie den PC neu. Falls Sie einen der Einträge später wieder brauchen, setzen Sie einfach in Autoruns wieder den entsprechenden Haken.

Übrigens: Es schadet auch nicht, hin und wieder einmal installierte Software auszusortieren. Das Fenster, in dem sich Programme de-installieren lassen, finden Sie in Windows XP per „Start, Systemsteuerung, Software“. Bei Windows Vista und 7 klicken Sie auf das Windows-Symbol und wählen „Systemsteuerung, Programme, Programme und Funktionen“.

www.pcprima.de

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